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DAS QUÄLENDE GEFÜHL, ALLES NUR EIN BISSCHEN ZU SEIN. ODER AUCH: GERADE HAB ICH KEINE LUST AUF VEREINBARKEIT

05.11.2018 14:09

40 Minuten bis ich den Lütten von der Kita abholen muss. Ich stehe zuhause an der Spüle, knalle meine Ohren über Kopfhörer mit Musik zu. Über das dreckige Geschirr rinnt schäumendes warmes Wasser, über meine Wangen salzige Tränen. Ich überlege, noch eben den Staubsauger hochzuholen und zumindest einmal die obere Etage durchzusaugen. Höhnisch lacht mich eine innere Stimme aus: „Hahaha! Als würde das noch irgendwas nutzen.“ Ich schluchze und lege den Lappen zur Seite. Setze mich auf den Küchenstuhl. Und bin erfüllt von einem quälenden Gefühl. Dem Gefühl, alles nur noch ein bißchen zu sei. Und damit in der Summe gar nichts.

Dies ist kein Artikel über Hausarbeit. Dies ist ein Artikel über Vereinbarkeit, die keine ist. Manchmal. An Tagen wie den vergangenen zum Beispiel. An Tagen, an denen man sich plötzlich damit konfrontiert sieht, dass das bisherige geschmeidige Einfügen des eigenen Kindes in einen Teilzeitarbeitsalltag alles andere als selbstverständlich ist.

An Tagen, an denen mein Sohn morgens um 7 Uhr ein verzweifeltes „Mama! Komm!“ in das Facetime-Fester weint, während ich 350 Kilometer entfernt arbeite. An Tagen wie dem heutigen, an denen ich auf dem Weg zur Arbeit umdrehen, weil der Lütte mit der Botschaft, dass Mama schon unterwegs ist, nicht umgehen kann, als er geweckt wird.

Wenn die Vereinbarkeitswaage aus der Balance gerät

Solche Tage sind neu für mich. Meine Vereinbarkeitwaage war bislang hervorragend ausbalanciert. Auf der einen Seite ein über alle Maßen optimierter (Arbeits)Alltag, auf der anderen Seite mein Kind, das keinerlei Hinweise darauf gab, dass ihn unser Familienalltag überfordert. Dass irgendetwas zu viel, anderes zu wenig ist. Seit einigen Wochen jedoch höre ich immer mal wieder „Ich war traurig, weil Du nicht da warst“, wenn ich ihn aus der Kita hole. „Du sollst hierbleiben“, wenn ich ins Büro fahre. Ich reagierte einfühlsam, erklärte, machte aber weiter wie bisher.

Aktuell ist nichts in Balance. Ein vorübergehendes Phänomen vermutlich. Eine der berühmten Phasen, in denen veränderte Bedürfnisse den Ton angeben. Doch wie können wir als Eltern mit solchen Phasen umgehen? Wir können verhandeln: „Wenn Du Dir heute morgen die Zeit nimmst, kannst Du länger im Büro bleiben. Wenn ich heute von zuhause arbeite, muss ich morgen am Feiertag aber ins Büro gehen.“Wir können nichts anderes tun, als berufliche Aufgabenpakete hin- und herzuschieben. Auf den Abend. Aufs Wochenende. Auf halbe Stunden, in denen der andere mit dem Kind auf den Spielplatz geht. Kurz gesagt: Wir können uns nur von der wenigen Zeit nehmen, die eigentlich für die ganze Familie oder die eigene Erholung gedacht ist....

weiterlesen auf dem Blog: https://wortkonfetti.de/2018/10/vereinbarkeit.html?fbclid=IwAR0LHaIr8Hlan2ptkKLM5BmFEt0cSXP9OHpXmlAnaqyWjbv7f9nCZSL89lo


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