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Wieso ich meine Kinder erziehe – und es nun mal nicht ohne Regeln geht

24.09.2018 20:30

Wieso ich meine Kinder erziehe – und es nun mal nicht ohne Regeln geht

Was ist eigentlich neuerdings so schlimm daran, seine Kinder zu erziehen? Wieso wird sich über Regeln lustig gemacht? Und wieso hat das Wort erziehen so einen negativen Beiklang und wurde durch Beziehung ersetzt? Eine Beziehung zu meinen Kindern habe ich sowieso, nämlich eine ganz besondere, einzigartige, mit nichts vergleichbare. Ist es denn so verwerflich, trotz dieser besonderen Beziehung auch noch zu erziehen? Vielleicht, wenn man Erziehung gleichsetzt mit Strafen, Meckern, Rohrstock – aber ganz ehrlich, das ist doch nicht Erziehung, also jedenfalls nicht die heutige Erziehung (hoffe ich doch mal). Erziehung ist vielfältig,  Erziehung ist mal strenger, mal lockerer und vor allem: individuell (das ist mir ganz wichtig- ich will hier niemanden bekehren oder sagen, dass mein Weg der beste ist. Es ist ja individuell. Wie gesagt. Aber ich will mir mal meine Meinung von der Seele schreiben.) wo war ich stehen geblieben? Erziehung ist individuell. Und ja, in der Erziehung gibt es Regeln – und auch bei uns zuhause gibt es Regeln. Denn ohne Regeln funktioniert unsere Gesellschaft nicht, unser Miteinander. Und ja, auch das müssen Kinder lernen. Und ja, ich finde daran ist gar nichts Verwerfliches. Denn die meisten Regeln sind einfach sehr sinnvoll, begründen sich auf Rücksichtnahme und Respekt vor anderen. Was nicht heißt, dass es auch absolut blödsinnige, überflüssige Regeln gibt. Aber nur weil es diese gibt, muss man die sinnvollen doch nicht gleich verteufeln?

Ja, ich erziehe meine Kinder. Weil ich Erziehung als nichts Schlechtes sehe. Denn was ist schlecht daran, seinen Kindern Fähigkeiten mit auf den Weg zu geben, die sie durchs Leben tragen, die ihnen dabei helfen, ihren eigenen Weg zu finden, die ihnen Türen öffnen und die ihnen helfen, Freunde zu machen. Was ist schlecht daran, den Kindern zu zeigen, wie die Gesellschaft funktioniert, wie man Rücksicht aufeinander nimmt – in der Familie, unter Freunden, im Kindergarten und in der Schule?

Ich sehe die Aufgabe unserer Eltern so: Wir sind wie die Leitplanken auf der Autobahn. Wir geben die Fahrtrichtung vor (zumindest ein bisschen, denn die entsprechenden Ausfahrten wählen unsere Kinder meist selbst), wir sind der Schutz, falls sie von der Fahrbahn abkommen.

Und so wie es im Straßenverkehr Regeln geben muss, damit keiner zu Schaden kommt und kein Chaos entsteht, so gibt es in unserer Gesellschaft (und auch in unserer Familie) Regeln. Wir wissen alle, was passiert, wenn Verkehrsregeln missachtet werden.

Ohne Regeln funktioniert die Gesellschaft nicht

Ich bin keine strenge Mutter. Mein Mann meint manchmal, eher ein bisschen zu sehr Laisser-faire. Ich lasse meinen Kindern viel durchgehen, ich lasse sie ihre eigenen Erfahrungen machen, ich lasse sie Kind sein, ich mische mich nicht immer ein. Sie dürfen vieles mitbestimmen, sie dürfen auch mal frech sein und über die Stränge schlagen (gehört das nicht auch zur Kindheit dazu?!). Ich behandle sie auf Augenhöhe. immer. Aber es gibt Grundregeln, die mir wichtig sind. Wo ich sie nicht einfach machen lasse. So wie sie nicht bei Rot die Ampel überqueren dürfen, gibt es auch für das tägliche Miteinander Regeln. Wir schlagen uns nicht, wir lassen den anderen ausreden, wir helfen, wenn jemand Hilfe braucht, nehmen niemanden etwas weg, wir machen uns nicht über andere lustig, wir essen alle zusammen.

Überhaupt das Essen. Für mich ist die gemeinsame Mahlzeit am Tag einfach wichtig. Und da gelten Regeln: Wir essen mit Messer und Gabel so gut es jeder kann, beim Essen sind beide Hände auf dem Tisch und nicht einer unterm Tisch, der Löffel geht zum Mund und nicht umgekehrt. Hört sich altmodisch an? Was das Benehmen betrifft, bin ich wirklich „altmodisch“, ich nenne es aber höflich oder auch rücksichtsvoll. Wir halten anderen die Tür auf und machen Platz im Bus. Ich lege auch Wert auf bitte und danke, wenn ich auch meine Kinder nicht dazu zwinge beim Bäcker Danke zu sagen. Ich zwinge sie übrigens auch nicht dazu, anderen die Hand zu geben. Das mochte ich als Kind auch nicht und eine gesunde Portion Misstrauen ist auch in Ordnung. Überhaupt  zwinge ich meine Kinder nicht. Ich versuche, die Regeln vorzuleben. Und weise sie manchmal drauf hin, dass es doch jetzt nett wäre, der Dame die Tür aufzuhalten. Oder frage beim Essen „Wo ist eigentlich deine zweite Hand abgeblieben?“.  Ist das jetzt schlecht? Ist das die „böse Erziehung“?! Nö. Ich glaube, durch Vormachen und Vorbild sein erreichen wir mehr als durch Meckern und Maßregeln.

weiterlesen auf dem Blog: https://ganznormalemama.com/2018/09/09/wieso-ich-meine-kinder-erziehe-und-es-nun-mal-nicht-ohne-regeln-geht/


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