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Die selbstbestimmte Geburt – sanfte & sichere Hausgeburt, mein Geburtsbericht 1&2 und warum wir mehr Hebammen benötigen

15.11.2018 10:33

Das einzige, was ich an der Geburt meiner zweiten Tochter bedaure ist, dass ich sie nicht gefilmt habe. Denn sie war wunderschön. Sanft und selbstbestimmt. Und so gerne würde ich meinen Töchtern später einmal zeigen wie schön Geburt sein kann. Um Ihnen Mut zu machen, ihnen Kraft zu geben und ihnen Vertrauen in sich selbst zu geben.

Die Geburt meiner ersten Tochter verlief ganz anders und keiner meiner Familie und Freunde hätte sich gedacht, dass ich nach dem ersten Geburtserlebnis auf einmal eine Hausgeburt wünsche. Damals lebte ich in Paris und 11 Tage nach Termin wurde im Krankenhaus eingeleitet. Nicht, weil irgendwelche Untersuchungen das befürworteten – Fruchtwasser, Baby-Herztöne, mein Befinden, etc. war alles ideal – sondern weil es die Krankenhausregeln waren standardmäßig nach spätestens 10-11 Tagen über Termin einzuleiten. Und weil ich als Erstgebärende ohne den Rückhalt einer erfahrenen Hebamme vor Ort nicht das Selbstvertrauen besaß mich über diese Standards hinwegzusetzten und einfach noch ein paar Tage abzuwarten bis mein Baby und ich wirklich bereit waren. Denn eine Hebammenbetreuung wie in Deutschland gibt es in Frankreich nicht. Und selbst hierzulande werden die Hebammen ja leider immer knapper.
Und so hab ich also der Einleitung zugestimmt, obwohl eine Einleitung eigentlich meine einzige und größte Angst vor der Geburt war. Rückblickend, denk ich mir, dass es wahrscheinlich gerade aus meiner Angst davor dazu kam, aber wer weiß.. Die Geburt wurde um 13h mittags eingeleitet und nach einiger Zeit ging bei mir ein Wehensturm los, der manchmal die Folge einer künstlichen Geburtseinleitung sein kann. Bedeutet, dass die natürlichen Pausen zwischen den Wehen nicht auftreten, sondern eine Art Dauerwehe eintritt. Die Gebärmutter, die mit dem plötzlichen Beginn der Geburt überfordert ist, arbeitet und arbeitet ohne Unterlass. Zum Start des Wehensturms war mein Muttermund noch nicht einmal 3cm weit offen und unglaublicher Druck auf das Schambein lässt vermuten, dass das Köpfchen meiner Tochter einfach noch nicht richtig eingestellt war, um einfach ins Becken zu rutschen und nach unten zu treten. Die Standards, dass mein Baby überfällig sein sollte, trafen bei mir nicht zu und mein Körper und mein Baby protestierten. To make a long story short – so führte die Einleitung zum Wehensturm, der Wehensturm zu einer benötigten PDA (bei welcher der Katheter verrutschte und das Schmerzmittel irgendwo anders landete); die PDA zu einer unvorteilhaften Geburtsposition; das ganze zu einer langen Geburt von 26 Stunden bis zum Eintritt der Presswehen; die Dauer der Geburt, zu Betreuung durch vier unterschiedliche, unbekannte Hebammen, zu präventiver Antibiotikagabe und zu so großer Erschöpfung, dass eine Geburtszange eingesetzt wurde; das zu einem kleinem Riss; und das Problematischste: nach der Geburt streikte meine von künstlicher Einleitung und langer Dauer vollkommen überforderte Gebärmutter, was zu so starken Nachblutungen führte, dass ich unter Beobachtung kam und meine Tochter erst einmal für einige Stunden von mir getrennt wurde bis sich mein Zustand stabilisiert hatte. Eine Teufelsspirale... bei der für mich das Dramatischte nicht der lange und schwierige Geburtsverlauf war, sondern der Fakt, dass meine Tochter in den ersten Stunden ihres Lebens nicht bei mir sein durfte, weil das Krankenhaus meinte es sei besser für sie und mich.

Nun gibt es deutlich dramatischere Geburtsverläufe als diesen und ich bin dem Ärzteteam auch sehr dankbar, dass sie mir in der brenzligen Situation des zu starken Blutverlusts geholfen haben! Auf der anderen Seite glaube ich, dass es nie zu einem so schwierigen Geburtsverlauf gekommen wäre, wenn ich mich den Standards widersetzt hätte und mit Unterstützung einer erfahrenen, mir vertrauten Hebamme noch ein paar Tage auf den natürlichen Beginn der Geburt gewartet hätte; dass eine babyfreundliche Klinik meine Tochter nicht von mir getrennt hätte, auch während ich unter Beobachtung stand....

weiterlesen auf dem Blog : https://mammaluv.com/magazin/artikel/news/die-selbstbestimmte-geburt-mein-geburtsbericht-12-und-warum-wir-mehr-hebammen-benoetigen/?fbclid=IwAR0sL5KFJpQdWU7U9eQOws64h78NJZ3DWgTv3aND2kQoI39JPUIX1z9WcMk


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